Abenteuer, Natur und echte Gemeinschaft
für Kinder und Jugendliche von 7 bis 20 Jahren
in Bopfingen und der Ostalb.
Die DPSG Bopfingen ist Teil der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg - dem größten katholischen Jugendverband Deutschlands. Seit der Gründung am 30. Oktober 1957 durch Ernest Beckmann begleiten wir Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Leben.
Rund 50 aktive Mitglieder treffen sich wöchentlich im Gemeindehaus Sankt Josef in Bopfingen - zum Spielen, Planen und gemeinsamen Erleben. Stammesleitung: Stephanie Nille & Jochen Bihr.
Von den ersten Waldabenteuern als Wölfling bis zur Verantwortung als Leiter - für jede Lebensphase bieten wir das passende Angebot mit eigenen Farben und der DPSG-Lilie.
Forscher, Entdecker, Kundschafter und Kritiker. Die Jüngsten entdecken die Welt spielerisch - Natur, Basteln und erste Abenteuer in der Gruppe.
Abenteuer in der Gruppe, gegenseitiger Respekt und echtes Teamwork. Die Jungpfadfinder meistern Herausforderungen gemeinsam.
"Wage es, deinen Lebensstil zu finden." Selbstfindung, Verantwortung und eigene Träume - mit dem Rückenwind der Gruppe.
Persönlichkeitsentwicklung und Entscheidungsfreude. Rover gestalten den Stamm aktiv mit und übernehmen Verantwortung.
Das Rückgrat des Stammes. Ausgebildete Gruppenleiter mit pädagogischem Geschick und Herzblut begleiten die Jüngeren.
Das lebendige Gedächtnis des Stammes. Erfahrene Mitglieder geben Wissen weiter, bewahren Tradition und bleiben der Gemeinschaft treu.
Pfadfinden ist mehr als ein Hobby - es ist eine Haltung. Seit über 100 Jahren geben das Pfadfindergesetz und das Versprechen jungen Menschen eine Orientierung, die weit über die Gruppenstunde hinausreicht. Diese Grundsätze sind keine starren Regeln, sondern ein lebendiger Kompass - für den Umgang miteinander, mit der Natur und mit sich selbst.
"Versuche, die Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als du sie vorgefunden hast."- Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
Nicht zuhören und auswendig lernen - sondern ausprobieren, scheitern, nochmal machen. Pfadfinder lernen, indem sie selbst anpacken: Feuer machen, Knoten binden, Konflikte lösen. Die Reflexion in der Gruppe macht aus Erlebnis echtes Wissen.
In der kleinen Gruppe passiert das Wesentliche: Vertrauen wächst, Rollen werden ausprobiert, Verantwortung geteilt. Jede Stimme zählt - und jedes Mitglied wird gebraucht. So entsteht eine Gemeinschaft, die trägt.
Regen, Wind, Sterne, Stille - draußen passiert, was drinnen nicht möglich ist. Die Natur ist unser größtes Abenteuer und zugleich unsere wichtigste Lehrmeisterin. Wer einmal im Wald übernachtet hat, sieht die Welt mit anderen Augen.
Was gemacht wird, entscheiden alle gemeinsam. Von der Idee über die Planung bis zur Umsetzung - Kinder und Jugendliche gestalten ihr Programm selbst. So wachsen Eigenverantwortung, Kreativität und der Mut, Dinge wirklich zu bewegen.
Jedes Mitglied legt ein persönliches Versprechen ab - selbst formuliert, vor der eigenen Gruppe. Es ist kein Eid, sondern eine bewusste Entscheidung: Ich will Teil dieser Gemeinschaft sein und an mir selbst wachsen.
Seit mehr als 60 Jahren findet jedes Jahr an Pfingsten unser Pfingstzeltlager (PfiLa) statt - ununterbrochen, ohne Ausnahme. Es ist das absolute Herzstück des Jahres.
Das ganze Jahr - drinnen und draußen, mit Sinn und Spaß, für alle Altersgruppen.
Das alljährliche Highlight: mehrere Tage unter freiem Himmel, Lagerfeuer und unvergessliche Abenteuer - seit sechs Jahrzehnten ohne Unterbrechung.
Winterwochenenden, Sommerfahrten, Familientage und Weihnachtsfeiern - das ganze Jahr über ist bei uns etwas los, für jede Altersgruppe passend.
Einmal im Monat treffen sich Rover und Leiter: Aktionen planen, Ideen entwickeln und Abenteuer vorbereiten - im geselligen Beisammensein.
"Hinterlasse die Welt etwas besser, als du sie vorgefunden hast."- Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
Geboren am 22. Februar 1857 in London, entstammte Robert Stephenson Smyth Powell einer Gelehrtenfamilie. Den Namen "Baden" trug er von Geburt - er stammte von seinem Vater, dem Oxforder Professor Reverend Baden Powell. Die Einheimischen gaben ihm einen Beinamen, der trefflicher nicht hätte sein können: Impeesa - der Wolf, der niemals schläft.
Auf dem Höhepunkt seiner Militärkarriere verteidigte er 1899-1900 die Stadt Mafeking mit nur 2.000 Soldaten gegen mehr als 9.000 Buren - 217 Tage lang, durch List, Entschlossenheit und ungebrochenen Mut. Es waren die jungen Botenjungen, die furchtlos zwischen den Linien liefen, die ihm das enorme Potenzial der Jugend vor Augen führten.
1907 lud er 21 Jungen auf die Insel Brownsea Island ein - das erste Pfadfinderlager der Welt. Ein Jahr später erschien "Scouting for Boys", das zu einem der meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts werden sollte. Die Bewegung wuchs rasant: Beim Weltjamboree 1929 versammelten sich bereits 50.000 Pfadfinder aus 72 Nationen.
Baden-Powell starb am 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia - im Alter von 83 Jahren. Sein Grabstein trägt kein langes Epitaph. Nur das Pfadfindersymbol ⨀ und eine schlichte Botschaft:
Ernest Beckmann - Norbert Reinhardt - Winfried Pfeilmeier - Herbert Schmid - Detlev Knobloch - Bruno Schmid
Mit der Unterstützung von Pfarrer Gasser.
Nach militärischen Erfahrungen in Indien und Afrika veröffentlicht Baden-Powell "Scouting for Boys". Seine revolutionäre Idee: Jugendliche sind nicht nur dazu da, so schnell wie möglich erwachsen zu werden - sie haben eigene Stärken und Ressourcen.
Am 30. Oktober 1957 gründet Ernest Beckmann aus Lübeck gemeinsam mit fünf weiteren Mitgliedern und Pfarrer Gasser den Stamm. Das Gemeindehaus Sankt Josef wird zur Heimat des Stammes.
Junge Pfadfinder erstellen eine detaillierte handgezeichnete Karte der Insel Sylt. Prüfungshefte und Mitgliedsausweise aus dieser Zeit zeugen vom frühen Pfadfindertum. Diese historischen Dokumente sind noch heute im Archiv des Stammes erhalten.
Jedes Jahr findet das PfiLa statt - ohne eine einzige Ausnahme über mehr als 60 Jahre. Eine außergewöhnliche Tradition, die Generationen von Bopfinger Pfadfindern verbindet.
Unter der Leitung von Stephanie Nille & Jochen Bihr trägt ein aktiver Stamm mit rund 50 Mitgliedern in sechs Altersstufen die Tradition lebendig weiter in die Zukunft.
"Pfadfinden ist mehr als ein Abenteuer - es ist eine Lebensschule für Generationen."- Leitlinie der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg
Am 7. Oktober 1929 schlossen sich Pfadfinderstämme aus sieben deutschen Städten zusammen - die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg war geboren.
Patron: Sankt Georg, Schutzpatron der Pfadfinder - Symbol für Mut, Treue und Ritterlichkeit.
Der englische Offizier Robert Baden-Powell veröffentlicht "Scouting for Boys" und entzündet eine weltweite Bewegung. Jugend, Natur, Gemeinschaft und Charakter - diese vier Grundpfeiler prägen bis heute die DPSG.
Am 7. Oktober schließen sich Stämme aus sieben deutschen Städten zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg zusammen. Der erste bundesweite katholische Pfadfinderverband Deutschlands entsteht - mit einem klaren Auftrag: Jugend formen, nicht nur beschäftigen.
Auf der Trierer Bischofskonferenz wird die DPSG offiziell in die katholische Jugendarbeit aufgenommen. Das enge Band zwischen Verband und Kirche, das bis heute trägt, ist damit kirchenrechtlich verankert.
1934 verbieten die Nazis Uniformen, Abzeichen und Fahnen. 1938 folgt das vollständige Verbot der DPSG. Doch unter dem Namen "Gemeinschaft Sankt Georg" treffen sich Gruppen weiterhin heimlich in Pfarrheimen - ein stilles Zeugnis von Mut und Zusammenhalt.
Erste Nachkriegs-Bundesversammlung in Altenberg. Hans Fischer wird Bundesfeldmeister. Trotz zerstörter Städte und einer erschöpften Generation beginnt die DPSG ihren Wiederaufbau - getragen vom Glauben an die Kraft der Gemeinschaft.
Eine neue Satzung tritt in Kraft. Frauen dürfen erstmals als Gruppenleiterinnen tätig sein. Die DPSG gründet gemeinsam mit anderen Verbänden den Ring deutscher Pfadfinderbünde - ein Meilenstein ökumenischer Zusammenarbeit.
Die DPSG öffnet sich vollständig für Mädchen und Frauen in allen Ebenen. Pfadfinden wird endgültig zur gemeinsamen Bewegung für alle Geschlechter - eine Grundhaltung, die heute selbstverständlich erscheint, damals aber einen echten Paradigmenwechsel darstellte.
Nach der Wiedervereinigung zählt die DPSG mehr als 112.500 aktive Mitglieder - der Beweis für die gesellschaftliche Relevanz des Pfadfindens im vereinten Deutschland. Auch Stamm St. Georg in Bopfingen ist Teil dieser lebendigen Bewegung.
Die Bundesversammlung beschließt die Umbenennung in "Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg" - ein Symbol für Modernität und Offenheit. Gleichzeitig beginnt die ernsthafte Aufarbeitung vergangener Missbrauchsfälle in der Verbandsgeschichte.
Verankert in der katholischen Tradition, offen für alle Menschen: Die DPSG ist heute der größte konfessionelle Pfadfinderverband Deutschlands. Ihr Kern bleibt unverändert - Abenteuer, Gemeinschaft und das Versprechen, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen. Mittendrin: Stamm St. Georg Bopfingen seit 1957.
Originale aus den Anfangsjahren des Stammes - Zeugnisse frühen Pfadfindertums.
Wer einmal spüren möchte, was es einst bedeutete, Pfadfinder zu sein - was man wissen, können und beweisen musste - dem öffnet das Prüfungsheft eine stille Tür in eine andere Zeit. Seite für Seite: handschriftliche Eintragungen, klare Anforderungen, echte Prüfungen. Ein aufschlussreiches Zeugnis vergangener Ideale, das noch heute fasziniert.
Dazu gesellt sich der Mitgliedsausweis - klein im Format, groß in Bedeutung. Darin verewigt: das Versprechen, die Beitragsmarken, Prüfungen, Ernennungen und besuchte Kurse. Das gesamte Pfadfinderleben auf wenigen Seiten - handschriftlich, persönlich, unverwechselbar.
Das dritte Dokument verdient besondere Aufmerksamkeit: ein handgezeichneter Lageplan der Insel Sylt aus dem Jahr 1961 - ein Vorläufer von Google Earth, entstanden lange bevor Satellitenbilder existierten. Die Wölflinge Walter Schmid, August Scheidle, Eberhard Landwehr, Günter Holzner und Gerhard Schaber erarbeiteten diese Karte auf die einfachste und ehrlichste Art denkbar: Sie liefen die Umgebung ab - Schritt für Schritt, mit offenen Augen und sorgfältiger Hand.
Ein stilles Zeugnis pfadfinderischen Geistes, der kein Werkzeug braucht außer Neugier und Ausdauer. Es lohnt sich wirklich, einen Blick darauf zu werfen - versprochen.
"Diese Dokumente wurden uns von Gerhard Schmid zur Verfügung gestellt - einem der ersten Pfadfinder Bopfingens und damit einem Mitglied der ersten Stunde unseres Stammes. Wir danken ihm von Herzen für dieses Geschenk an unsere gemeinsame Geschichte."
- Stamm St. Georg - In großer DankbarkeitBei uns zählt nicht, woher du kommst - sondern wohin du willst. Als DPSG-Pfadfinder leben wir nach Grundsätzen, die seit über 100 Jahren tragen:
Allen Menschen offen und mit Wertschätzung begegnen. Bereit sein, anderen zu helfen. Aufrichtig handeln. Sorgsam mit der Natur umgehen. Den Mut haben, das eigene Leben in die Hand zu nehmen - und Verantwortung zu übernehmen, für sich und für andere.
Jede Altersgruppe, jeder Hintergrund - alle sind herzlich willkommen. Komm vorbei, lerne uns kennen und erlebe, was Pfadfinden bedeutet.
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